
















Hallo ihr Lieben
Mein erster Besuch aus der Heimat: Lars ist am Donnerstag Morgen mit dem Nachtzug aus Berlin in Lublin angekommne, nachdem die Diplomarbeit abgegeben werden konnte. Da ich am Donnerstag noch arbeiten musste, sind wir in die pulsiernede Metropole Krasnik gefahren, um meinen Arbeitsplatz zu erkunden. Leider musste auch Lars feststellen, dass in Krasnik der Hund begraben liegt. Wer dennoch die aufregende Busfahrt erleben will und einen Blick auf die Schule werfen mochte ist herzlich eingeladen.
Am Freitag sind wir durch Lublin geschlendert, haben die die Kathedrale mit dem Leichentuch Jesu angesehen und haben uns durch die Marktbuden geschlangelt. Am Abend ging es dann nach Krakau. Nach zweimaligem Platzwechsel haben wir dann auch ein Abteil gefunden, dass uns bis nach Krakau gebracht hat ohne auf der Halfte der Fahrt entkoppelt zu werden. Die Fahrt mit dem Zug dauert 5h, aber in Krakau ist vom Bahnhof aus alles erlaufbar. Das Hostel hatte etwas an Einrichtungsgegenstanden gespart, aber dafur einen unschlagbaren Service. Das Fruhstuck bekommt man serviert und auch abraumen und –waschen wird ubernommen. Krakau hat einen netten Charm mit den unglaublich zahlreichen Kirchen, die geradejetzt in der Adventszeit, stark besucht sind wahrend der 6 taglichen Messen.
Die Weichsel schlangelt sich durch Krakau und auf einer Anhohe, dem Wawel, befindet sich der Palast, der von den Konigen genutzt wurde bis die Hauptstadt nach Warschau verlegt wurde. In der Kathedrale auf dem Wawel wurden alle Konige beigesetzt und ihre Sagopharge kann man ansehen.
Wir haben es uns auch gastronomisch gut gehen lassen: In einer der traditionellen Milchbars konnten wir uns polnische Gerichte schmecken lassen zu gunstigern Preisen. Weisse Barschtsuppe, Bigos und Placki (Kartoffelpuffer) mit Gulasch. Insgesammt ist Krakau noch recht billig auch im Vergleich zu Prag und weniger von Touristen bevolkert, wenigstens zu dieser Jahreszeit. Allerdings sollte man hier schauen, dass man bis spatestens um 8 Uhr sein Abendbrot verspeisst hat, denn sonst wird es schwirig in einer Kneipe oder Restaurant zu speisen. Naja es gibt ja auch noch Doner.
Am Sonntag haben wir das judische Viertel, Kazimierz, erkundet. Hier wurden Teile aus schindlers Liste gefilmt. Es gibt einige alte Synagogen, aber auch in Krakau wurde die judische Bevolkerung in die Konzentrationslager verschleppt und das Viertel sieht recht verlassen aus, obwohl es langsam durch einige nett aussehnde Kneipen wieder belebt wird. Wir haben auch hier uns kulinarisch angepasst: judlische Kuche.
Am spaten Abend ging es dann mit einem der Minibuse zuruck nach Lublin. Der Fahrer ist, wie nicht anders vermutet, wie eine angesenkte Sau uber die Strassen geheizt, wodurch wir auch uber eine Stunde ehr angekommen sind. Man kann sich fur den sichernen Weg per Bahn entscheiden oder den schnelleren, unbequemeren Weg im engen, durchschuttelnden Minibus nehmen. Die Fahrer fahren zwar wie die Henker, aber man bezahlt auch weniger als die Halfte vom Zug (5 Euro fur uber 300 km). Wir sind auf jeden Fall gut in Lublin wieder gelandet.
Jezt ist es nur noch eine Woche bis zu den Weihnachtsferien und ich freue mich schon darauf einige von euch wiedersehen zu konnen. Lasst es euch gut gehn bis dahin.
Liebe Grusse eure Jule
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