






Das sind Nicole und ich vor den Hausern der Gebruder Przybyla mit den vielen aufwandigen Renaissace-Skulpturen.Am Sonntag haben wir uns fur einen Ausflug verabredet, da Paul ein Auto hat, konnen wir die Stadt leicht verlassen. Das Wetter war seit Wochen zum ersten Mal schlecht, aber wir haben es trotzdem gewagt. Man fahrt eine Weile uber kurvige Landstrassen, durch Walder und uber Hugel bis man nach Kazimierz Dolny gelangst. Benannt ist das romantische Stadtchen an der Weichsel nach dem Konig Kazimierz dem Grossen, den wir ja schon von der Lubliner Burg kennen. Er wandelte im 14 Jh das kleine Stadtchen in eine wohlhabende Handelsstadt um, was an den schmucken Burgerhausern auch heute noch sichtbar ist. Die Stadt hat eine starke judische Geschichte; in manchen Jahren machten sie 80% der Stadtbevolkerung aus, doch die meisten kamen in den Vernichtungslagern um so blieb eine Stadt ohne Inhalt zuruck. Die Warschauer Elite erkannte aber den Charme der Stadt und viele besitzen heute ein Ferienhauschen hier. . Die Preise fur ein Grundstuck oder Haus sind im Vergleich zum Umland utopisch.
Kazimierz ist ein beliebter Touristenort fur viele Polen und selbst an einem verregneten Tag, wie wir ihn hatten waren einige Touristen zu erspahen. Die kleinen Laden sind voll mit Handwerkskunst und Gemalden sowie heimischer Kostlichkeiten.
Vorbei an der Parrkirche gelangst man zu der Burgruine und dem Wachturm, von denen aus man einen herrlichen Blick auf den Ort, die Weichsel und das Umland hat. Auf dem benachbarten Hugel stehen drei Kreuze, gewidmet den vielen Toten, die von der Pest dahingerafft wurden.
Am Abend kam noch Agnieszka (sz sprich sch) zu Besuch mit leckerem Kuchen von ihrer Oma. Agnieszka ist mein Buddy (AIESECerin, die sich um mich kummert, wenn Probleme oder Fragen anstehen). Sie aht eine sonniges Gemut und fallt standig ins lachen: sehr ansteckend!


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